Chemie und Pharma in Ostdeutschland//

 

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist eine der wichtigsten Branchen in Ostdeutschland. Zu großen Teilen produziert die Branche am Anfang der Wertschöpfungskette. Viele ihrer Erzeugnisse fließen in die Produktion fast aller anderen Wirtschaftszweige ein. Mit einigen Produkten wie Pharmazeutika oder Körperpflegemitteln reicht ihr langer Arm bis zum Endverbraucher.

 

Umsatz

Die Ostchemie erlebte in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung tiefgreifende Einschnitte und stand ganz im Zeichen der Neuordnung. Seit dieser Zeit steigt der Umsatz kontinuierlich: 2021 knackte er erstmals die 30-Milliarden-Schwelle und landete 2022 weit darüber.

Fast zwei Drittel des Umsatzes geht auf die rein klassische Chemie zurück; das verbleibende Drittel entfällt auf die Pharmasparte. Die 405 ostdeutschen Chemie- und Pharmabetriebe repräsentieren 15 % der gesamtdeutschen Branche gemessen am Umsatz und 12 % gemessen an der Beschäftigung.

 

Ihre Produktpalette ist so bunt wie das Verbandsgebiet der Nordostchemie-Verbände mit Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Pharmazeutika und chemische Grundstoffe sind die Hauptstandbeine. Darüber hinaus stellt die Branche Wasch- und Körperpflegemittel, Lacke und Farben, Chemiefasern sowie sonstige chemische Erzeugnisse her.

Beschäftigte

Rund 55.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz in der Ostchemie. Ein Drittel von ihnen ist in Sachsen-Anhalt beschäftigt, ein Fünftel in Sachsen. Bezogen auf Umsatz und Beschäftigte in der gesamtdeutschen Branche entfällt jeweils ungefähr ein Achtel auf die Betriebe der Ostchemie.

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